Schnee und Lawinen in den Bayerischen Voralpen
Schnee ist in den Bayerischen Voralpen ein prägendes Element des Winters. Die schneebedeckten Landschaften ziehen Wintersportler an, bergen aber auch Gefahren, insbesondere die Lawinengefahr.
Die Schneedecke
Die Schneedecke in den Bayerischen Voralpen baut sich im Laufe des Winters auf. Die ersten Schneefälle treten in den Höhenlagen oft schon im Oktober auf. Die geschlossene Schneedecke in den Tallagen bildet sich meist im Dezember.
Die Höhe der Schneedecke variiert stark. In den Tallagen liegt die Schneehöhe meist zwischen 20 und 50 Zentimetern. In den Höhenlagen über 1.200 Metern können Schneehöhen von über einem Meter erreicht werden.
Der Aufbau der Schneedecke
Die Schneedecke besteht aus verschiedenen Schichten, die sich im Laufe des Winters bilden. Jede Schicht hat ihre eigenen Eigenschaften, die die Stabilität der Schneedecke beeinflussen.
Die wichtigsten Schneearten sind der Neuschnee, der Altschnee, der Nassschnee und der Triebschnee. Jede Schneeart hat eine andere Dichte und eine andere Stabilität.
Lawinenentstehung
Lawinen entstehen, wenn die Schneedecke instabil wird und abrutscht. Die wichtigsten Faktoren für die Lawinenentstehung sind die Schneemenge, die Windrichtung, die Temperatur und der Geländewinkel.
Die Lawinengefahr wird in einer fünfstufigen Gefahrenskala angegeben. Stufe 1 bedeutet geringe Gefahr, Stufe 5 bedeutet sehr große Gefahr. Die Lawinenwarndienste geben täglich aktualisierte Lawinenlageberichte heraus.
Lawinenarten
Es gibt verschiedene Arten von Lawinen. Die trockenen Schneebrettlawinen sind die gefährlichsten Lawinen. Sie entstehen, wenn eine zusammenhängende Schneeschicht auf einer schwächeren Schicht abrutscht.
Nasse Schneebrettlawinen entstehen, wenn die Schneedecke durch Tauwasser oder Regen durchfeuchtet wird. Lockerschneelawinen entstehen in sehr steilem Gelände, wenn der Neuschnee nicht ausreichend haftet.
Verhalten bei Lawinengefahr
Bei Lawinengefahr ist das richtige Verhalten entscheidend. Die wichtigste Regel: Lawinenwarnungen beachten und die Gefahrenstufe berücksichtigen. Steile Hänge mit einem Neigungswinkel von mehr als 30 Grad meiden.
Jeder Wintersportler sollte eine Lawinenausrüstung mit sich führen: Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS-Gerät), Lawinensonde und Lawinenschaufel. Ein Lawinenairbag kann die Überlebenschancen deutlich erhöhen.
Fazit
Schnee und Lawinen sind untrennbar mit dem Winter in den Bayerischen Voralpen verbunden. Die Kenntnis der Schnee- und Lawinenkunde ist entscheidend für die Sicherheit aller Wintersportler.